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Freitag, 30. September 2016

Vorwort

Die Bauwerksdiagnose mit zerstörungsfreien Prüfverfahren (ZfPBau-Verfahren) hat in den vergangenen Jahren durch das zunehmende Alter der Infrastruktur und den erhöhten Bedarf an Bauwerksuntersuchungen einen regelrechten Nachfrageschub erfahren. Damit ZfPBau-Verfahren belastbare Grundlagen für eine bedarfsgerechte Instandsetzung liefern, ist deren sachgerechte Anwendung der oftmals hochentwickelten Technik unabdingbar. Um auch künftig am Markt in ausreichendem Maß hochwertige Dienstleistungen durch qualifizierte Dienstleister sicherzustellen, müssen die Erfahrungen der Experten und der wissenschaftlich abgesicherte Wissensstand künftigen Nutzern vermittelt und zugänglich gemacht werden. Daher stehen diesmal Regelwerke und Ausbildung im Fokus der Fachtagung.

Ein weiterer Grund für das zunehmende Interesse an ZfPBau ist der wachsende Bedarf einer zuverlässigen Bewertung von Bestandsbauwerken. Hierzu hat sicherlich das Inkrafttreten der Richtlinie für die Nachrechnung von Straßenbrücken beigetragen. Daher wird der Schnittstelle zwischen Ergebnissen der ZfPBau und statischer Berechnungen diesmal besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Es wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, ZfPBau-Verfahren bereits heute sinnvoll bei der statischen Nachrechnung einzusetzen und welche künftigen Entwicklungen möglich werden.

Aufgrund der großen Nachfrage und der Häufigkeit von Diskussionen zur Auswertung der Messergebnisse wird erstmals das Thema Feuchtemessung aufgegriffen. In diesem breiten Anwendungsfeld, das eine Vielzahl von physikalischen Messprinzipien aufgreift, ist es sinnvoll, dass der Nutzer einige dieser Grundlagen kennt und damit in der Lage ist, Messergebnisse besser zu interpretieren. Wie immer stehen auch Praxisanwendungen im Mittelpunkt, deren Hauptziel es ist, visuell nicht erkennbare Schäden zuverlässig zu lokalisieren und deren Umfang zu quantifizieren. Hierbei bieten sich ZfPBau-Verfahren als Werkzeuge zur wiederkehrenden Bauwerksprüfung von Ingenieurbauwerken an.  

Themen dieser Fachtagung sind:

  • Regelwerke in der Bauwerksdiagnose am Beispiel der wiederkehrenden Bauwerksprüfung nach DIN 1076
  • Feuchtemessung – Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen
  • Neue Entwicklungen und Praxisanwendungen
  • Bewertung von Bestandsbauwerken am Beispiel der Richtlinie für die Nachrechnung von Straßenbrücken

Die Fachtagung richtet sich an alle, die sich über die zerstörungsfreie Bauwerksdiagnose informieren wollen:

  • Anwender und Dienstleister auf dem Gebiet der Bauwerksprüfung
  • Planer und Ingenieure, die Prüfverfahren zur Qualitätssicherung und Zustandsermittlung auswählen müssen
  • Bauherren und Verwaltungen, die den kostensparenden Einsatz und qualitätsverbessernden Nutzen von ZfPBau-Verfahren in Erwägung ziehen
  • Anbieter von ZfP-Leistungen für die Erschließung neuer Geschäftsfelder und den Erfahrungsaustausch
  • Studenten und Ingenieure, die ihre Sachkenntnis in einem zukunftsträchtigen Gebiet des Bauingenieurwesens erweitern möchten
  • Gerätehersteller, die innovative Ideen suchen, um ihre Produktpalette nach den neuesten technischen Möglichkeiten zu erweitern

Im Rahmen des Konferenzabends in der Versuchshalle der BAM findet eine Geräteausstellung statt. Dabei besteht die Möglichkeit an den Gerätevorführungen teilzunehmen und selbst Messungen durchzuführen. Darüber hinaus bietet eine Posterausstellung Gelegenheit zu vertiefenden Diskussionen.

Vor der Bauwerkdiagnose 2014 findet ein Workshop zum Thema Radar an Beton statt, bei dem neben den Grundlagen des Verfahrens auch die Praxisanwendung vermittelt wird. Hierfür ist eine gesonderte Anmeldung erforderlich.

Dr.-Ing. Alexander Taffe
Vorsitzender des 
DGZfP-Fachaussschusses
ZfP im Bauwesen
Dr.-Ing. Matthias Purschke
Geschäftsführendes
Vorstandsmitglied
der DGZfP
 

 

Tagungsort

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Ludwig-Erhard-Saal
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
 

Organisation

Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP e. V.)
Steffi Dehlau
Max-Planck-Straße 6
12489 Berlin
Tel.: +49 30 67807-120
Fax: +49 30 67807-129
E-Mail: tagungen@dgzfp.de